Die Gemeinde Ilsede besteht aus sechs Ortschaften/Ortsteilen.
Die Ortschaft wird 1318 erstmalig - so das Geschichtliche Ortsverzeichnis des Landkreises Peine - in den Lehnsbüchern der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg erwähnt. Funde in der Feldmark weisen darauf hin, dass schon in der Steinzeit am Fuhseufer Menschen gelebt haben. Die 2004 herausgegebene Chronik von Klein Bülten nennt noch zwei mögliche frühere Erwähnungen: 1232 und 994.
Um die Wende zum 20. Jahrhundert, als die Bergbaubetriebe von Groß Bülten von der Ilseder Hütte ausgebaut wurden, zogen Bergleute aus dem Harz und aus Hessen in das Dorf. Ein weiterer Zustrom begann mit der Errichtung des Emilie-Schachtes kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges. Nachdem die Bevölkerungszahl auf rund 2.500 Einwohner angewachsen war, wurde die Gemeinde von "Klein Bülten" im Jahre 1966 in "Bülten" umbenannt. Der Bergbaubetrieb wurde am 31. März 1976 eingestellt.
Der Ortsteil hat heute den Charakter einer Wohngemeinde. Bis 1935 wurde im Bereich des Ortsteiles Eisenerz im Tagebau gefördert. Es wird vermutet, dass Groß Bülten eine fränkische Siedlung ist, die im Zuge der Christianisierung des Fuhsetals errichtet wurde. In einer Urkunde vom 7. Februar 1131 wird Land in Groß Bülten als Besitz des Klosters Riechenberg bei Goslar erwähnt.
Das Dorf feierte 2003 sein 950jähriges Bestehen, gestützt auf eine Urkunde aus dem Jahre 1053, nach der Kaiser Heinrich III. "den ganzen früheren Besitz des geächteten Tiemo" in den Dörfern Garmissen, Groß Ilsede, Dungelbeck und Südbolzum der Kirche zu Hildesheim übergibt. Der Ort gehört zu den fünf Junkerndörfern des Kreises Peine und unterstand in der niederen Gerichtsbarkeit den Herren von Ilsede und nach deren Aussterben 1399 den Herren von Gadenstedt. Die junkerliche Oberhoheit dauerte in der letzten Phase bis 1873 an.
Im Jahre 1860 begann mit der Inbetriebnahme des ersten Hochofens in Groß Ilsede die Roheisenproduktion der hier gegründeten Ilseder Hütte, nachdem bereits einige Monate zuvor die Erzförderung der Grube Bülten-Adenstedt angelaufen war. Im Jahr 1983 wurde der Hochofenbetrieb eingestellt.
Diese Ortschaft entwickelte sich aus "Lütteken Ilsede", das 1345 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Eine Urkunde aus dem Jahre 1321, ausgestellt von "Johann, Hugo und Ernestus de Ilsede", zeigt im anhängenden Siegel einen aufsteigenden, nach rechts gewandten Wolf, den die ehemalige Gemeinde Klein Ilsede, heute Ortschaft der Gemeinde Ilsede, in ihr Wappen übernommen hat.
Klein Ilsede gehört zu den wenigen Orten des Südkreises Peine, in denen die Aufeinanderfolge der Besitzer bei den Höfen fast immer in den Familien geblieben ist. In den letzten Jahren wurden in Klein Ilsede umfangreiche neue Wohngebiete erschlossen und bezogen. Der Wandel zur Wohnsiedlung mit günstigen Verkehrsverbindungen wird in dieser Ortschaft besonders deutlich.
Ölsburg ist eine der ältesten Siedlungen im Fuhsetal. Die Burg auf dem Gebiet des heutigen Ortsteils der Gemeinde Ilsede war ein Verwaltungsmittelpunkt der fränkischen Kaiser. Eine Urkunde aus dem Jahr 1003 vermerkt, dass der Besitz des Grafen Altmann in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt wurde. Im 12. Jahrhundert gliederte sich diesem Stift eine geistliche Probstei an.
Zwischen den Herzögen von Braunschweig und den Bischöfen von Hildesheim wurden in der Folgezeit viele Streitigkeiten und Kämpfe um Ölsburg ausgefochten. Von 1643 bis 1941 war Ölsburg (mit der seit 1875 bestehenden Hüttenarbeitersiedlung Neuölsburg) eine Braunschweiger Enklave innerhalb des Landkreises Peine.
Diese Siedlung wird erstmalig 1161 urkundlich erwähnt; seit dem 13. Jahrhundert wurde zwischen Groß und Klein Solschen unterschieden. Nach der Reformation wurde Groß Solschen Sitz eines Kirchenkreises und blieb es bis 1965. Bereits vor der Reformation befand sich in Solschen ein Archidiakonat.
Durch den Zusammenschluss von Groß und Klein Solschen wurde am 1.1.1964 die Gemeinde Solschen gebildet. Seit dem 1. Februar 1971 ist Solschen die flächenmäßig größte Ortschaft der Gemeinde Ilsede mit noch deutlich hervortretendem landwirtschaftlichen Charakter.
Gemeinde Ilsede
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