Standortentwicklung

Gedankenaustausch zwischen Kirche und Verwaltung

Die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung in der Gemeinde Ilsede stand als Thema im Mittelpunkt des gemeinsamen Gesprächs zwischen der Superintendentin des Kirchenkreises Peine, Christa Gerts-Isermeyer und Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes im Rathaus der Gemeinde. 
"Wie können wir uns heute aufstellen, um dieser Herausforderung in der Zukunft zu begegnen - was verbindet uns?", fragt die Superintendentin. Und Ilsedes Bürger-
meister fragt ergänzend: " Wie geht die Gemeinde mit den sich abzeichnenden Entwicklungen um?". Gemeint sind hierbei beispielsweise die Gestaltung der Aufgaben zur Kinderbetreuung, zur Entwicklung von Schulstandorten, aber auch die Schaffung von Wohnraum für Familien und ebenso die Gestaltung von altersgerechtem Seniorenwohnmöglichkeiten. 

"Wohin geht die Fahrt?", fragen sich die Gesprächspartner und stellen dabei fest: "Ohne Kinder geht es nicht!" Basis der gesellschaftlichen Grundstruktur seien die Familien. Darüber hinaus ist aber auch bewusst, dass die Gesellschaft altert. Und hierbei sei nicht nur zu vermeiden, dass Menschen aus der Gemeinde wegziehen, die sich nach einer Ausbildung verselbstständigen und Familien gründen möchten, eine wichtige Aufgabe, sondern auch die Optimierung eines positiven Umfelds für eine immer älter werdende Bevölkerung in der Gemeinde. 
 
In diesem Gespräch, an dem auch Walter Faerber, Pastor aus Groß Ilsede und Ilsedes Wirtschaftsförderer Wolfram Gnädig teilnahmen, wurde einig fest-
gestellt: "Es müssen Prozesse strukturiert werden, um konkrete Ansätze für Gestaltungen zu entwickeln".  Das seien zum Beispiel konkrete Planungen für die Ausweisung von Wohnbaugebieten, Erhaltung und Optimierung der bestehenden Infrastruktur und insbesondere auch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in der Gemeinde. 

"Ideal wäre die Einrichtung einer "Zukunftswerkstatt", an der sich möglichst viele Bürger beteiligen", so das Fazit zu diesen gemeinsamen Überlegungen. In dieser Zukunftswerkstatt könnte ein Standortentwicklungsprozess in Gang gesetzt werden, in dem sich die Bürger zuerst über ihr Gemeinwesen - mit allen Vorzügen und auch noch bestehenden Nachteilen - bewusst würden. Aus den daraus folgenden Feststellungen könne ein gemeinsames Leitbild und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden: Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche und andere Akteure müssten an dieser Zukunftswerkstatt, an diesem Prozess zur Gemeinde-entwicklung, teilnehmen, so die Vorstellungen des Gesprächskreises: "Wir müssen uns innerhalb unserer Gemeinde aufeinander zu bewegen, um in gemeinsamer Anstrengung den Herausforderung der Zukunft zu begegnen und um im Wettbewerb der Standorte zu bestehen".